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Aktuelles aus dem Hundeleben

Die Welt mit und rund um unseren Hund verändert sich ständig. Hier findest du regelmäßig Tipps, fundiertes Wissen und aktuelle Themen rund um das Leben und Training mit deinem Vierbeiner, damit ihr sicher und entspannt durch den Alltag kommt.

Hund

Verstehst du „Hundisch"? Die 7 wichtigsten Stresszeichen, die du als Hundebesitzerin kennen solltest

Eigentlich ist der Spaziergang im Park super entspannt – so kommt es dir auf jeden Fall vor. Aber dein Hund schleicht eher geduckt über die Wiese, gähnt ständig und wirkt irgendwie „neben der Spur“. Hat er schlecht geschlafen? Eher nicht. Dein Vierbeiner kommuniziert gerade auf Hochtouren mit dir.

Hunde sind Meister der Körpersprache, doch ihre Vokabeln sind nicht immer leicht verständlich.

 

Damit du im Alltag zum echten „Hundeflüsterer“ wirst und eure Bindung auf ein neues Level hebst, haben wir die wichtigsten Stresssignale für dich zusammengefasst.

Das „Stress-Gähnen“

Nein, dein Hund ist nicht gelangweilt von deinen Erzählungen. Wenn Hunde in Situationen gähnen, die eigentlich spannend oder leicht angespannt sind (z.B. beim Tierarzt oder wenn ein fremder Hund fixiert), ist das ein klassisches Beschwichtigungssignal. Er versucht, sich selbst und sein Gegenüber zu beruhigen.

Das Züngeln (Lippenlecken)

Ein kurzes, schnelles Lecken über die eigene Nase – oft so flink, dass man es fast übersieht. Wenn gerade kein Wiener Würstchen in der Nähe ist, bedeutet das häufig: „Ich fühle mich gerade unwohl.“

Das Walfischauge (Whale Eye)

Siehst du das Weiße im Auge deines Hundes? Wenn er den Kopf leicht wegdreht, dich aber trotzdem starr im Blick behält, zeigt er das „Walfischauge“. Das ist ein deutliches Zeichen für hohes Stresslevel oder Angst. Hier ist Vorsicht geboten: Dein Hund braucht jetzt Distanz.

Stress-Hecheln

Klar, nach dem Ballspielen ist Hecheln normal. Aber wenn dein Hund bei 15 Grad im Schatten hechelt, die Mundwinkel weit nach hinten gezogen sind und die Zunge sehr lang und flach wirkt, ist das purer Stress.

Das „Einfrieren“ (Freezing)

Manchmal ist keine Reaktion die heftigste Reaktion. Wenn ein Hund plötzlich wie versteinert wirkt, die Rute steif ist und er kaum noch blinzelt, scannt er gerade die Gefahr. Er ist im Standby-Modus vor einer möglichen Explosion (Flucht oder Angriff).

Pfote heben

Sieht niedlich aus, ist aber oft ein Zeichen von Konflikt oder Unsicherheit. Der Hund „stockt“ in seiner Bewegung, weil er nicht weiß, wie er die Situation einschätzen soll.

Schütteln nach der Anspannung

Die Hundebegegnung ist vorbei und dein Hund schüttelt sich erst mal kräftig, als wäre er nass geworden. Herzlichen Glückwunsch! Dein Hund hat den Stress gerade buchstäblich abgeschüttelt und reguliert sein System wieder herunter.

Fazit 

„Man kann nicht nicht kommunizieren.“ (Paul Watzlawick). Das gilt auch für deinen Hund (ok – die Schlafphasen vielleicht ausgenommen). Er spricht immer mit dir. Stress gehört zum Leben dazu – auch für unsere Hunde. Wichtig ist nur, dass wir diese Zeichen erkennen und ihnen helfen, aus der Situation herauszufinden, bevor das Fass überläuft.

Du willst lernen, deinen Hund noch besser zu lesen? In unseren Trainingseinheiten gehen wir individuell auf die Körpersprache deines Partners auf vier Pfoten ein. Schau doch mal bei unseren Kursen vorbei oder buch dir direkt ein Kennenlerngespräch!

Image by Cristian Castillo
Hund
Hund im blauen Pullover
Hund zieht an der Leine
Hunde laufen
Zecke auf Blatt

Achtung, kleine Beißer! So kommt dein Hund sicher durch die Zeckenzeit

Der Frühling ist da! Endlich können unsere Vierbeiner ausgelassen über grüne Wiesen flitzen und die wärmende Sonne genießen. Aber Vorsicht: Mit den steigenden Temperaturen (schon ab 7°C!) werden auch die kleinen Plagegeister im hohen Gras und tiefen Sträuchern munter. Zecken lauern dort auf ihr nächstes Felltaxi. Da die Winter immer milder werden, ist das Risiko mittlerweile fast ganzjährig da – aber jetzt im Frühjahr geht die Party für die Parasiten erst richtig los.

Der Fakten-Check: Was hilft wirklich? Wir haben für dich recherchiert, damit du nicht im Mythen-Wald verloren gehst:

  • Klassische Antiparasitika (Spot-ons, Tabletten, Halsbänder):
    Sehr effektiv! Sie töten Zecken meist ab, bevor Krankheiten wie Borreliose übertragen werden. Effektivität: Hoch.

  • Natürliche Helfer (Kokosöl, Schwarzkümmelöl):
    Die darin enthaltene Laurinsäure schreckt Zecken tatsächlich ab, aber die Wirkung ist oft nur kurz und bietet keinen 100%igen Schutz.
    Effektivität: Begleitend gut.

  • Bernsteinketten & Ultraschall-Anhänger: Sieht hübsch aus, aber wissenschaftliche Beweise für die Wirkung fehlen leider völlig.
    Effektivität: Mythos.

Unsere Empfehlung für dich:

Kombiniere die Methoden! Ein natürliches Repellent für den Alltag und ein gründliches Absuchen nach jedem Spaziergang sind die Basis. Da jeder Hund (und jedes Immunsystem) individuell reagiert, ist unser wichtigster Rat: Frag deinen Tierarzt!

Er kennt die regionalen Risiken und die Gesundheit deines Hundes am besten.

Ein Hundemantel ist kein Muss für jeden Hund –
aber für viele ein echter Segen

Gerade in unserem nasskalten Winter ist die Frage nach dem passenden Schutz oft entscheidend für die Freude am Spaziergang. Ob dein Hund Unterstützung braucht, hängt von Faktoren wie Fellbeschaffenheit, Alter und Aktivität ab. Hier ist unsere Checkliste für dich:

Wann du „Ja“ zum Mantel sagen solltest
  • Kurzhaarige Rassen wie Windhunde oder Dobermänner sowie viele Mischlinge mit glattem Fell frieren schnell.

  • Sehr kleine Hunde (z.B. Chihuahuas) verlieren Körperwärme deutlich schneller als große.

  • Senioren, Welpen oder chronisch kranke Hunde (v.a. bei Gelenkproblemen) brauchen Schutz, da Kälte Schmerzen verstärken kann.

  • Bei Temperaturen unter 5 Grad, Nässe und Wind ist ein Schutz für empfindliche Hunde Pflicht.

  • Wenn dein Hund zittert, die Rute einklemmt oder sich draußen sichtlich unwohl fühlt, ist es Zeit für eine wärmende Schicht.

Wann ein Mantel meist überflüssig ist
  • Gesunde Hunde mit dichter Unterwolle (z.B. Huskys, Schäferhunde, viele Retriever) sind bei normaler Bewegung bestens isoliert.

  • Solange der Hund rennt und keine Kälte-Signale zeigt, ist zusätzliche Wärme oft nicht nötig.

  • Bei milden Temperaturen sollte die Funktionalität immer vor dem Aussehen stehen.
     

Praktische Faustregeln für deinen Alltag:
  • Bei Nieselregen in der Übergangszeit reicht oft ein leichter Regenmantel.

  • Bei Frost und Schnee sollte der Mantel gefüttert sein und vor allem Brust und Bauch gut abdecken.

  • Steht dein Hund viel (z.B. im Training oder beim Stadtbummel), braucht er eher Schutz, als wenn er frei über die Felder toben kann.
     

 

Unser Fazit: Während der junge Labrador im Winterfell oft ohne Schutz auskommt, profitiert der kurzhaarige Senior im Nieselregen enorm von einem gut sitzenden Mantel.

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